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 | Wie alles begann... |
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Das Steinhäger Häuschen...
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Im Rundling um die Evangelische Dorfkirche in Steinhagen siedelten sich zwischen den Jahren 1580 und 1650 einige Kötter an, die man "Kirchhöfer" nannte, ihre Häuser wurden dagegen als erbmayerstättische Anwesen bezeichnet. Zu dieser Besiedelung gehörte auch das heutige Steinhäger Häuschen, zu dem ursprünglich noch ein Nebengebäude und ein Stall zählten. Im Kataster erscheint erstmals im Jahre 1686 eine Nummerierung nach Größe der Höfe bzw. Besitzungen. Danach erhielt das Steinhäger Häuschen die Nr.89. Im Jahre 1721 wurden 97 Hausnummern gezählt. Jedoch lässt sich bis zum heutigen Tage kein genaues Erbauungsdatum ermitteln. Soweit aus den damaligen Grundbuchaufzeichnungen ersichtlich, gehörte die Ansiedlung Mitte des 17. Jahrhunderts einer Familie Klemme. Von Konrad Ludwig Klemme erbte lt. Testament vom 13.12.1783 sein Sohn Friedrich Wilhelm und dessen Ehefrau Dorothea Henriette geb. Ludwigs die Besitzung. Johann Wolfgang Klemme, Sohn der genannten Eheleute , wurde am 10.2.1845 Besitzer. Selbiger blieb unverheiratet. So erbte seine Schwester Karoline Friderike Klemme, verheiratet mit Peter Heinrich Wienstroth die Stätte im Jahre 1846. Im Jahre 1862 erbte wiederum der Sohn Heinrich Wilhelm Wienstroth die Besitzung. Nach dessen Tod wurde seine Ehefrau Katharina Luise geb. Pohlmann Erbin. Sie heiratete zum 2. mal im Jahre 1866 Herrn Hermann August Tuxhorn, wodurch letzterer Mitbesitzer wurde. Am 21.3.1878 ging ein Teil der Besitzung, das Nebengebäude, welcher als Kotten bezeichnet wurde, durch Kauf an die Ehefrau des Handelsmannes Heinrich Jostmann über, später erwarb der damalige Bäckermeister Tüscher diesen Teil. Das eigentliche Wohnhaus mit Stall und Hofraum wurde am 18.1.1879 durch Kaufvertrag an einen Heinrich Dietrich Olderdissen übertragen. Aber schon im Jahre 1882 erwarb Hermann Dahlkötter das Anwesen. Er, der gelernte Bäcker, war früher zur See gefahren und wollte nunmehr seßhaft werden. Er baute einige Räume um, in denen er einen regelrechten Kram-Laden einrichtete. Von Schulheften über Rauchwaren, von Lebensmitteln über selbst eingelegte Heringe, von Haushaltswaren über Kittel bis hin zu Spiritousen war hier alles zu bekommen, was die "Kirchhöfer" zum täglichen Leben benötigten. So soll denn auch schon mal eine Flasche unter dem Tresen geöffnet worden sein, um einem armen Deifel ein Gläschen zu verkaufen, da er für mehr kein Geld besaß. So kam bei Hermann Dahlkötter erstmals die Idee auf, eine Gaststätte in den Räumen einzurichten. Die hochwohllöbliche Polizeiverwaltung in Halle erteilte ihm 1893 das Schankrecht. Kurzzeitig betrieb er eine Bäckerei. Auch richtete er einige Fremdenzimmer ein. So sollen u.a. die jungen Lehrer bzw. Lehrerinnen bei ihm gewhnt haben. Die 1908 durch den Tischlermeister Gehle durchgeführte Holz-Fassadenverkleidung im Obergeschoß und der im Erdgeschoß aufgetragene Putz verbergen das sonst hiezulande übliche Ständerfachwerk und damit aller Wahrscheinlichkeit nach die geschichtlichen Daten in den Eichenbalken. Die Bauakte des Hauses beginnt bedauerlicherweise erest mit einem Baugesuch zum Umbau der Remise und der Aborte am 8.1.1925. So soll auch eine Ärztin für kurze Zeit dort praktiziert haben. Am 22.6.1929 erwarb Wilhelm Drews das Anwesen und baute es vollständig zu einer Gaststätte um, die dann den Namen Steinhäger Häuschen bekam. Im Jahre 1935 wurde das Cafe angebaut, der Teil, in dem auch heute noch, kleine Gesellschaften feiern können. Im Steinhäger Häuschen ist bis zum heutigen Tage eine rustikale, gut bürgerliche Gaststätte zuhause.
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